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7 Schritte zur Analyse sinkender Besucherzahlen



Normalerweise ist es bei einem Blog immer Ziel ein stetiges Besucherwachstum zu erreichen.

Was aber, wenn die Besucherzahlen plötzlich nicht mehr steigen bzw. rückläufig sind.
Bevor man hier eine konkrete Aussage treffen kann, sollte man zunächst eine genaue Analyse starten.



In diesem Artikel möchte ich anhand praktischer Beispiele zeigen, wie eine Analyse möglich ist.


Voraussetzungen


Voraussetzung für eine exakte Auswertung sind zunächst einmal Statistiken. Durchgesetzt hat sich hier die Verwendung von Google Analytics oder dem freien Webanalytik Tool Piwik.


Schritt 1 - Vorüberlegungen


Bevor man weitere Zeit in die Analyse steckt sollte man sich zunächst ein paar Fragen stellen:

  • Gab es zu dem Zeitpunkt des Einbruchs ein Google Update?

  • Habe ich doppelten Content?

  • Habe ich Links gekauft?

  • War ich in letzter Zeit wenig aktiv?


Ist hier eine Frage positiv zu beantworten, ist der Besucherrückgang mit großer Wahrscheinlichkeit darin begründet.

Auch hier gilt - es muss nicht unbedingt der alleinige Grund sein. Meist spielen mehrere Faktoren eine Rolle.


Schritt 2 - Zeitraum festlegen



Für die nachfolgenden Analysen wird der Zeitraum 3 Monate vor dem Einbruch bis heute betrachtet.

Nachfolgend sieht man, dass zum 27. Mai 2013 die Besucherzahlen eingebrochen sind. Tipp: Je nach Thema sind die Besucherzahlen an Wochenenden niedriger.





Schritt 3 - Cash-Cows identifizieren


Jeder Blog / jede Webseite hat bestimmte Cash-Cows , also Artikel, welche einen großen Teil des Traffics ausmachen. Dabei reden wir von Artikeln / Beiträgen, die schon seit längerer Zeit einen kontinuierlichen Traffic erzeugen.

Diese haben somit einen großen Einfluss auf die Besucherzahlen. Vor allem bei kleinen Blogs und Webseiten ist dieser Effekt extrem ausgeprägt.

In Google Analytics sieht man unter Content -> Website-Content -> Alle Seiten eine Übersicht über alle Seiten, sortiert nach den höchsten Besucherzahlen.





Schritt 4 - Ranking in den Suchergebnissen prüfen


Anschließen ist das Ranking in den Suchergebnissen zu überprüfen. In Google Analytics können hierzu unter dem Menüpunkt Besucherquellen die Suchanfragen den Seitentiteln gegenübergestellt werden.

Hier sieht man sehr schnell zu welchen Suchanfragen die Seiten ranken. Am besten prüft man die Position in den Suchergebnissen nochmals selbst durch Eingabe der Keywords in Google.

Rangieren die Seiten hier immer noch auf den gleichen oder besseren Positionen, geht es weiter mit dem nächsten Schritt.

Schritt 5 - Verlauf betrachten


Jetzt kann man durch Einsehen der Statistik für die Top 5 der Liste analysieren, auf welcher Seite der Traffic zurückgegangen ist.

Dazu die entsprechende Seite ansehen und den Verlauf analysieren. Bei Google Analytics geschieht dies durch einen Klick auf die entsprechende Seite. In Piwik wird die Funktion Row Evolution genutzt.




Hier sehen wir sehr deutlich, dass für diesen Artikel der Traffic zurückgegangen ist.
Das Ranking aus Schritt 4 war in unserem Fall noch gleich den Vormonaten. Damit ist ein Verlust aufgrund eines schlechten Rankings ausgeschlossen.


Schritt 6 - Suchverlauf mit Google Trends analysieren


Und wieder erleichtert uns ein Tool aus dem Hause Google die Arbeit. Mit Google Trends können wir den Verlauf der Suchanfragen zu einem bestimmten Keyword analysieren.

Hier ist es hilfreich die Keywords genau zu kennen. Sollte Google zu dem Keyword nichts finden, hilft es die Suche zu verallgemeinern. Ein Beispiel:

  • Suche nach "ubuntu unity deaktivieren" - Keine Ergebnisse

  • Suche nach "ubuntu unity" - Schon besser





In unserem Beispiel sehen wir, dass die Suchanfragen schon seit längerem einem Abwärtstrend folgen. Der Einbruch Ende Mai passt genau auf den Einbruch unserer Besucherzahlen.

Damit steht fest, dass eine nachlassende Nachfrage nach dem Thema eine Ursache für den Rückgang der Besucherzahlen ist.


Schritt 7 - Besucherzahlen steigern


Dieser Punkt wäre normalerweise ein extra Artikel wert - wo wir bereits beim Thema wären.

Unabhängig davon was eure Analyse ergeben hat ist neuer und regelmäßiger Content das A und O.


Thematik näher betrachten


In unserem Beispiel lohnt es sich aber das Thema nochmal näher zu beleuchten. Ubuntu hat vor ein paar Jahren mit dem Unity Desktop für Aufsehen gesorgt. Viele Nutzer waren nicht zufrieden und wollten den Desktop loswerden.

Der hier veröffentlichte Artikel wurde sehr oft besucht. Man könnte jetzt meinen, dass die Nutzer sich mit der Oberfläche abgefunden haben. Recherchiert man etwas weiter, zeigt sich, dass viele auf die Linux Distribution Linux Mint gewechselt haben.

Dazu noch ein paar interessante Statistiken:




Die Suchanfragen für Ubuntu sind stark rückgängig, während die für Linux Mint stark angestiegen sind.




Fazit


Bei der Analyse von Besucherzahlen sollte man sehr gründlich vorgehen. Wichtig ist auch sich die Berichte regelmäßig anzusehen und auszuwerten.

Weiterhin sollte man bei der abschließenden Auswertung immer die Daten aller Schritte im Hinterkopf behalten und die Zusammenhänge analysieren. Nur so kommt man auf ein verlässliches Ergebnis.

Michael Kostka

Fachinformatiker / Systemintegration
Ich schreibe hier regelmäßig zu den Themen Android, Web, Linux und Hardware.

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